11.03.2026

Eltern-Gremien in der Kita

Zuletzt aktualisiert: 17.03.2026

Elternmitwirkung ist in allen Bundesländern geregelt – aber Form, Rechte und Begriffe unterscheiden sich. Hier erhältst du Orientierung.

Eltern-Gremien in der Kita

GEV, EA, EV, GEBKRI, EB - dahinter verbergen sich wichtige Gremien, in denen Eltern den Kita-Alltag direkt mitgestalten können. Die Begriffe, die genauer Ausgestaltung und die Einflussmöglichkeiten sind von Bundesland zu Bundesland verschieden - Stichwort Föderalismus. Dieser Beitrag soll erste Erklärung geben, damit die Orientierung vor Ort leichter fällt. 

Vor Ort begegnen euch meist drei Ebenen:

  1. Elternvertretung = Eltern organisieren sich untereinander
  2. Kita-Ausschuss = Eltern, Team und Träger beraten gemeinsam
  3. Elternvertretung des Trägers = aus allen Kitas eines Trägers kommen die Elternvertretungen zusammen

Genaue Auskunft geben die Landeselternvertretungen (die natürlich auch unterschiedlich heißen!). Hier folgt eine allgemeine Übersicht:  

1) Elternvertretung der Gruppe bzw. der gesamten Kita (nur Eltern)

Darum geht’s:

  • Eltern wählen (z. B. beim Elternabend oder -nachmittag) aus ihrer Mitte Sprecher*innen.
  • Diese Elternvertreter*innen bündeln die Interessen der Familien gegenüber der Kita und dem Träger.

So kann es auch heißen:

Elternvertretung, Elternrat, Elternausschuss, Elternpflegschaft, Elternkuratorium 

Das sind typische Aufgaben: 

  • Anliegen und Fragen der Eltern sammeln und weitergeben
  • Austausch mit der Leitung und dem Team (z. B. Fragen des Alltags, Eingewöhnung, Konzept, Beschwerden)
  • Mitwirkung der Eltern, z. B. bei Festen oder Projekten koordinieren

Mitmachen – so startet ihr:

  • Nachfragen, wann gewählt wird und wer aktuell die Ansprechperson ist
  • In der Elternversammlung kandidieren
  • Wahl- und Aufgabenregelungen checken: Was sagt das Landesrecht und die Kita- bzw. Trägerordnung?

2) Kita-Ausschuss als gemischtes Gremium

Darum geht’s:

  • Elternvertreter*innen, pädagogische Fachkräfte und Vertreter*innen des Trägers kommen zusammen.
  • Wichtige Themen gemeinsam beraten und entschieden.

So kann es auch heißen:

Kita-Beirat, Beirat, Rat der Einrichtung, Kuratorium

Das sind typische Aufgaben: 

  • Rahmenbedingungen, Qualität oder Zusammenarbeit mit Eltern verbessern
  • Konzepte entwickeln (z. B. Schutzkonzept, Beschwerdewege, Partizipation der Kinder)
  • bei Entscheidungen des Trägers vor Ort für Transparenz sorgen

Mitmachen – so startet ihr:

  • Nachfragen: Gibt es einen Beirat oder Ausschuss und sind Eltern vertreten?
  • Klären: Wie viele Elternsitze gibt es? Wie wird gewählt oder berufen?
  • Regelungen checken: Was sagt das Landesrecht und die Kita- bzw. Trägerordnung?

3) Elternvertretung des Trägers

Darum geht's:

  • Die Elternvertretungen aller Kitas desselben Trägers kommen zusammen
  • Sie bringen Themen gebündelt gegenüber der Trägerleitung ein.

So kann es auch heißen:

Trägerelternbeirat, Trägerelternvertretung, Gesamtelternbeirat (GEB), Elternrat auf Trägerebene

Das sind typische Aufgaben: 

  • Trägerweite Regeln und Standards (z. B. zu Kommunikation mit Eltern, Umgang mit Beschwerden, Transparenz von Entscheidungen)
  • Rahmenbedingungen festlegen (z. B. Schließzeiten, Vertretungs- und Notfallkonzepte)
  • Qualitäts- und Konzeptfragen (z. B. Kinderschutz, Partizipation, Zusammenarbeit mit Eltern)
  • Austausch und Unterstützung der Elternvertretungen in den einzelnen Kitas

Mitmachen – so startet ihr:

  • Nachfragen, ob ein solches Gremium vorgesehen ist und aktiv ist
  • Informationen zu aktueller Praxis einholen
  • Wahl- und Aufgabenregelungen checken: Was sagt die Kita- bzw. Trägerordnung?

Verfasst von bevki-Geschäftsstelle

Mit Hilfe von KI generiert.