18.05.2026

Studie aus Rheinland-Pfalz bestätigt - Elternmitwirkung verbessert Qualität

Eltern wollen sich in den Kitas ihrer Kinder aktiv einbringen und genau das verbessert nachweislich die Qualität der Betreuung. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Forschungsbericht des Instituts für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit Rheinland-Pfalz (IBEB), der gemeinsam mit dem Landeselternausschuss Rheinland-Pfalz (LEA RLP) erstellt wurde.

Studie aus Rheinland-Pfalz bestätigt - Elternmitwirkung verbessert Qualität

Die Studie „Keine gute Kita ohne gute Elternmitwirkung – Kita-Qualität aus Elternsicht. Eine Studie für den Landeselternausschuss der Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz“ untersucht, wie Eltern die Qualität von Kindertagesstätten wahrnehmen und welche Bedeutung ihre Mitwirkung im Kita-Alltag hat. Grundlage der Untersuchung ist eine landesweite Online-Befragung von Eltern und Erziehungsberechtigten in Rheinland-Pfalz. Dabei standen insbesondere Themen wie Beteiligungsmöglichkeiten, Kommunikation zwischen Kita und Familien, Transparenz von Entscheidungen sowie die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Fachkräften und Trägern im Mittelpunkt.

Ergebnisse der Studie

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Eltern sehen sich nicht nur als „Helfer“ bei Festen oder organisatorischen Aufgaben, sondern möchten bei wichtigen Themen rund um Bildung, Betreuung und pädagogische Konzepte mitreden. Viele Eltern wünschen sich mehr Transparenz, regelmäßige Informationen und echte Beteiligungsmöglichkeiten. Besonders positiv bewerten Familien Kitas, in denen ein offener Austausch zwischen Eltern, Fachkräften und Leitung selbstverständlich ist. Dort fühlen sich Eltern ernst genommen und erleben eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das ist ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden und die Entwicklung der Kinder.

Die Studie zeigt aber auch deutlich, dass Elternmitwirkung in der Praxis noch sehr unterschiedlich umgesetzt wird. Während einige Einrichtungen Eltern aktiv einbeziehen und Mitbestimmung fördern, erleben andere Eltern Hürden oder haben den Eindruck, dass ihre Meinung wenig Einfluss hat. Entscheidend dafür sind laut Forschungsbericht vor allem die Haltung der Kita-Leitung und des Trägers. Wo Eltern als Partner betrachtet werden, gelingt Zusammenarbeit deutlich besser.

Zusammenhang Elternmitwirkung und wahrgenommene Qualität

Besonders interessant für Familien: Die Untersuchung zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen gelungener Elternmitwirkung und der wahrgenommenen Qualität der Kita. Eltern, die sich beteiligt fühlen, bewerten Kommunikation, pädagogische Arbeit und das Miteinander insgesamt positiver. Gleichzeitig profitieren Kinder davon, wenn Elternhaus und Kita eng zusammenarbeiten. Eine gute Bildungs- und Erziehungspartnerschaft stärkt Vertrauen, fördert die Entwicklung der Kinder und schafft ein stabiles soziales Umfeld.

Viele Eltern wünschen sich verbindlichere Strukturen für Mitwirkung – etwa regelmäßige Elternausschüsse, transparente Entscheidungen und bessere Möglichkeiten, Anliegen oder Beschwerden einzubringen. Der Bericht betont deshalb, dass Elternmitwirkung nicht nur gesetzlich vorgesehen, sondern ein zentraler Bestandteil moderner Qualitätsentwicklung in Kitas ist. Sie trägt nicht nur zur Verbesserung des Kita-Alltags bei, sondern vermittelt Kindern und Familien auch demokratische Erfahrungen und das Gefühl, gehört zu werden.

Fazit

Der Forschungsbericht macht insgesamt deutlich: Eltern möchten Verantwortung übernehmen und aktiv am Kita-Leben teilnehmen. Damit dies gelingt, braucht es offene Kommunikation, gegenseitiges Vertrauen und echte Beteiligungsmöglichkeiten. Wo diese Zusammenarbeit gelingt, profitieren am Ende alle – Kinder, Familien und die pädagogischen Fachkräfte gleichermaßen.

Verfasst von bevki-Geschäftsstelle

Mit Hilfe von KI generiert.

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