Erster Runder Tisch Inklusion: Gemeinsam für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe
Im Juni 2026 veranstaltete die bevki einen Runden Tisch Inklusion.
Am 23. Juni 2026 lud die bevki erstmals zum Runden Tisch Inklusion ein – ein neues Format, das Ehrenamtliche des Fachausschusses Inklusion mit Stakeholdern aus Fachverbänden zusammenbrachte. Im Fokus stand der Referentenentwurf zum ersten Kinder- und Jugendhilfereformgesetz (1. KJHSRG), der die inklusive Kinder- und Jugendhilfe gestalten soll.
Brückenbauer zwischen Theorie und Praxis
Das Format brachte Fachwissen und Praxiswissen zusammen: Ehrenamtliche aus dem Fachausschuss Inklusion der bevki diskutierten mit Expertinnen über die rechtliche Verankerung von Integrationslotsinnen und deren Umsetzung vor Ort. „Nur wenn wir beide Seiten hören, können wir Lösungen entwickeln, die sowohl rechtlich tragfähig als auch alltagstauglich sind“, betonte Steffen Ebert, Vorsitzender des Fachausschusses Inklusion.
Gemeinsame Anliegen trotz unterschiedlicher Perspektiven
Trotz unterschiedlicher Bewertungen – etwa zur infrastrukturellen Lösung oder zur Qualitätsentwicklung in Kitas – zeigte sich schnell: Die Schnittmengen sind groß. Alle Beteiligten eint das Ziel, die frühkindliche Bildung im Reformprozess sichtbarer zu machen. „Frühkindliche Bildung wird oft unterrepräsentiert, obwohl sie der Schlüssel für eine gelingende Inklusion ist“, so Anna-Maria Liebing-Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende des Fachausschusses Inklusion.
Befürchtungen und Visionen
In der Diskussion wurden kritische Punkte benannt:
- Die Überforderung eines Systems, das multiprofessionelle Teams braucht.
- Die Gefahr, dass individuelle Bedarfe durch Steuerungslogik ausgehebelt werden.
- Unscharfe Begriffe wie „Pooling“ sorgen für Verunsicherung.
Gleichzeitig wurden konkrete Ideen entwickelt:
- Vereinfachte Strukturen „unter einem Dach“ für Familienhilfen.
- Verständliche Informationen für Eltern, Fachkräfte und Träger.
- Eine Zukunftsvision Kita 2035, um langfristige Ziele zu definieren.
Nächste Schritte: Politik einbinden und Format verstetigen
Der Runde Tisch soll fortgesetzt werden, diesmal mit politischen Stakeholdern. „Unser Ziel ist es, unsere Expertise direkt in den Gesetzgebungsprozess einzubringen“, erklärte Jana Pohl, Moderatorin des Formats. Geplant sind:
- Weitere Runden mit Berichterstatter*innen der Fraktionen.
- Die Verknüpfung mit dem Qualitätsentwicklungsgesetz (QEG).
- Den Austausch zu Forderungen, Aktionen und Beispielen guter Praxis.
Ein Format mit Zukunft
„Gemeinsam sind wir stärker. Das hat dieser Runde Tisch gezeigt“, resümierte Annegret Menden, Leitung der bevki-Geschäftsstelle. Die bevki wird den Runden Tisch Inklusion verstetigen und lädt alle Interessierten ein, sich einzubringen. Bei Interesse wende dich bitte an die bevki-Geschäftsstelle.
Verfasst von bevki-Geschäftsstelle
Mit Hilfe von KI generiert.
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